Geldanlage-Tipps

Bundesschatzbriefe

Ein Klassiker unter den Bundeswertpapieren ist der Bundesschatzbrief, der schon seit Jahrzehnten von der Bundesrepublik emittiert wird. Bundesschatzbriefe gibt es in zwei Varianten mit jeweils unterschiedlichen Konditionen: den Bundesschatzbriefen Typ A und Typ B. Beide Varianten haben gemeinsam, dass sie nicht an der Börse gehandelt werden können und über eine so genannte Zinstreppe verfügen, die Zinsen also mit jedem Jahr steigen.

Typen von Bundesschatzbriefen

Der Bundesschatzbrief Typ A verfügt über eine Laufzeit von sechs Jahren, die Ausschüttung der Zinsen wird einmal jährlich vorgenommen. Der Bundesschatzbrief Typ B hingegen hat eine Laufzeit von sieben Jahren und die Zinsen werden angesammelt, bevor sie komplett in einer Summe am Laufzeitende ausgezahlt werden. Diese Vorgehensweise wird auch als Aufzinsung bezeichnet. Die Mindestanlage beträgt in beiden Varianten des Bundesschatzbriefs 50 Euro, ein maximales Ordervolumen existiert allerdings nicht. Eine erstmalige, vorzeitige Rückgabe der Bundesschatzbriefe ist nach einem Jahr möglich, allerdings nur bis zu einem maximalen Wert von 5.000 Euro innerhalb von 30 Zinstagen.

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Bundesschatzbriefe: Konditionen

In Abhängigkeit des Typs der Bundesschatzbriefe, also Bundesschatzbrief Typ A oder Bundesschatzbrief Typ B, unterscheiden sich die Konditionen dieser Wertpapiere, insbesondere im Hinblick auf die Ausschüttung der Zinsen: Wichtiger Unterschied wie schon oben erwähnt ist der Zinseszinseffekt bei Typ B. Über aktuelle Bundesschatzbriefe und ihre Zinsen informiert die Finanzagentur (ehemals Bundesschuldenverwaltung).

 

 

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Vorteile der Bundesschatzbriefe

Die Vorteile des Bundesschatzbriefs als Geldanlage liegen, wie es bei jeder Art von Bundeswertpapieren der Fall ist, in der großen Sicherheit. Zudem sind Zinsen und Gesamtrendite auch bei vorzeitiger Verfügung garantiert. Dies liegt in dem Umstand begründet, dass keine Kursabschläge möglich sind, wie es zum Beispiel bei den Bundesanleihen und Bundesobligationen der Fall ist. Durch die Zinstreppe erhält der Anleger zum einen steigende Zinsen, zum anderen können sich die Bundesschatzbriefe im Vergleich mit anderen Bundeswertpapieren noch am ehesten mit den Anleihen der Privatwirtschaft messen, wenn es um die Rendite geht.

Nachteile der Bundesschatzbriefe

Ein bedeutender Nachteil des Bundesschatzbriefs besteht für nicht wenige Anleger sicherlich in der recht langen Laufzeit von sechs oder sieben Jahren, je nachdem, ob Typ A oder Typ B gewählt wurde. Eine vorzeitige Rückgabe ist zwar bereits nach einem Jahr möglich, aber eben nur in Form von 5.000 Euro in 30 Zinstagen. Konkret bedeutet das für einen Anleger, der 60.000 Euro in Bundesschatzbriefe investiert hat, dass er frühestens nach zwei Jahren wieder über die komplette Anlagesumme verfügen kann.

TIPP: Bundesschatzbriefe als Geldanlage sind vor allem für sicherheitsorientierte Anleger geeignet. Sollen Anlagesummen von mehr als 5.000 Euro investiert werden, ist jedoch die eingeschränkte Rückgabemöglichkeit zu beachten. Anleger, die über ihr Kapital jederzeit verfügen wollen oder müssen, sind bei Bundesschatzbriefen nicht an der richtigen Adresse. Tagesgeld und Festgeld bieten dem Anleger bei ähnlichen Eigenschaften in der Regel eine deutlich höhere Verzinsung.


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