Geldanlage-Tipps

Bundeswertpapiere

Unter dem Begriff Bundeswertpapiere werden alle Wertpapiere zusammengefasst, die vom Bund, also der Bundesrepublik Deutschland, emittiert werden. Die Bundeswertpapiere gelten als sehr sicher, da der Staat als Emittent ein großes Vertrauen der Finanzmärkte genießt. Anhand der Wertpapier-Ratings ist auch zu erkennen, dass die Bundesrepublik zu den Staaten mit der höchsten Bonität – und damit Vertrauenswürdigkeit – überhaupt zählt. Zudem weisen Bundeswertpapiere, bis auf die Ausnahme einer relativ neu aufgelegten US-Dollar Anleihe (Währungsrisiko), weder ein Zins- noch ein Währungsrisiko auf. Ein Kursrisiko existiert nur bei einigen Arten von Bundeswertpapieren und auch nur dann, wenn das Papier vor Fälligkeit verkauft werden soll.



TIPP: Aktuelle Zinsvergleiche von Geldanlage-Tipps.net
Wo gibt´s die besten Tagesgeld-Zinsen?

Die aktuellen Zinsen der Banken finden Sie in unserem Tagesgeld-Vergleich.

Wo gibt´s die besten Festgeld-Zinsen?

Die aktuellen Zinsen der Banken finden Sie in unserem Festgeld-Vergleich.

Nie mehr Top-Zinsen verpassen!

Wir informieren Sie bei besseren Zinsen bequem per Newsletter. Jetzt kostenlos und unverbindlich den Zinsticker abonnieren!

Die Finanzagentur und Arten von Bundeswertpapieren

Mit der gesamten Verwaltung und Betreuung der Bundeswertpapiere ist die Finanzagentur beauftragt, über die Anleger die Wertpapiere auch beziehen können. Ein Erwerb ist allerdings ebenfalls über die Hausbank möglich, in diesem Fall werden die Bundeswertpapiere gleich im vorhandenen Wertpapierdepot eingebucht.
Der Staat bietet dabei eine ganze Reihe unterschiedlicher Bundeswertpapiere an. Dazu gehören zum Beispiel Bundesanleihen und Bundesobligationen als handelbare Rentenpapiere mit relativ langen Laufzeiten, Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze, Bundesschatzanweisungen, unverzinslichen Schatzanweisungen, seit 2005 die US-Dollar Fremdwährungsanleihe und seit kurzer Zeit auch die Tagesanleihe, die eine Konkurrenz zum Tagesgeld der Geschäftsbanken darstellen soll. Die verschiedenen Bundeswertpapiere unterscheidet dabei vor allen Dingen ihre Laufzeit, ihre Handelbarkeit an der Börse und natürlich auch ihre Zinsen. Die niedrigsten Renditen bietet derzeit die Tagesanleihe, die höchsten Renditen wiederum sind mit Bundesanleihen beziehungsweise Bundesschatzbriefen zu erzielen. Dies liegt vor allem daran, dass die Tagesanleihe täglich verfügbar ist, Bundesschatzbriefe und Bundesanleihen jedoch Laufzeiten von 6 bis 10 Jahren haben.

Vorteile der Bundeswertpapiere

Das beste Argument für den Kauf von Bundeswertpapieren ist derzeit zweifellos ihr hohes Maß an Einlagensicherheit. Neben den Bundeswertpapieren sind nur noch Girokonten, Sparkonten sowie Tages- und Termingelder Anlagen von ähnlicher Sicherheit, wobei hier noch auf die Höhe der Einlagensicherung geachtet werden muss. Bundeswertpapiere sind hingegen bei jeder beliebigen Anlagesumme als sehr sicher zu bezeichnen. Zudem können die Bundeswertpapiere kostenlos auf dem Schuldbuchkonto bei der Finanzagentur verwaltet werden, was zum Beispiel ein Vorteil gegenüber vielen anderen Rentenpapieren ist, für die ein Wertpapierdepot bei einer Bank benötigt wird.

Nachteile der Bundeswertpapiere

Der große Nachteil der Bundeswertpapiere liegt in der geringen Rendite, die eine logische Konsequenz der großen Sicherheit dieser Anlageform ist. Am besten wird diese zum Teil deutliche Diskrepanz hinsichtlich des möglichen Ertrages von Bundeswertpapieren zu vergleichbaren Produkten aus der Privatwirtschaft am Beispiel der Tagesanleihe deutlich. Hier wird mitunter eine geringere Verzinsung als auf einem Sparbuch geboten, das selbst bereits als veraltet und unrentabel gilt. Beim Konkurrenzprodukt Tagesgeld bekommt Anleger in der Regel eine deutlich höhere Verzinsung. Auch die anderen Bundeswertpapiere sehen im Vergleich zu Alternativprodukten nicht viel besser aus.


TIPP: Die Anlage in Bundeswertpapieren ist vor allen Dingen für jene Anleger geeignet, die fast ausschließlich auf große Sicherheit Wert legen beziehungsweise für Institutionen (zum Beispiel Versicherungsgesellschaften), die aufgrund gesetzlicher Vorgaben das Kapital der Versicherten und Kunden nur in sehr sichere Anlageformen investieren dürfen. Für den Normalanleger, der zumindest eine durchschnittliche Rendite von seiner getätigten Geldanlage erwartet, sind Bundeswertpapiere (derzeit) jedoch ungeeignet. Er sollte Alternativen wie das Tagesgeld in Betracht ziehen.