Geldanlage-Tipps

Vermögensaufbau – viele Motive, ein Ziel

Für die meisten Menschen spielt der Vermögensaufbau eine wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste Rolle in der privaten Finanzplanung. Dabei gibt es verschiedene Gründe oder Ziele, die mit dem Vermögensaufbau erreicht werden sollen. So betreiben viele Sparer den Vermögensaufbau mit dem Ziel, das Ersparte später in Form einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge nutzen zu können, andere Personen möchten ein Vermögen aufbauen, um sich davon ein Eigenheim, eine Ferienwohnung oder ein hochwertiges Auto kaufen zu können. Für eine andere Gruppe wiederum dient der Vermögensaufbau auch “nur” dazu, ein Sicherheitsnetz aufzubauen, um in Notfällen einen gewissen finanziellen Spielraum zu besitzen.


Die Arten des Vermögensaufbaus

Der Aufbau eines Vermögens kann auf sehr unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Grundsätzlich kann man unterscheiden, wie schnell der Aufbau des Vermögens ablaufen soll. Zum Einen kann er langsam und stetig vollzogen werden, dazu stehen zum Beispiel verschiedene Arten von Sparverträgen zur Verfügung. Alternativ kann der Vermögensaufbau natürlich auch in dem Sinne kontinuierlich stattfinden, als dass ein schon vorhandener Kapitalbetrag in eine oder mehrere Geldanlagen investiert wird und damit eine gute Rendite erzielt wird, um so das Vermögens zu mehren. Mancher Anleger bevorzugt auch die Möglichkeit, durch Spekulation möglichst schnell, wenn auch risikoreich, ein Vermögen aufzubauen.

Die verschiedenen Anlageformen

Beim Vermögensaufbau unterscheidet man die verschiedenen Finanzprodukte primär nach ihrer Sicherheit. Die meisten Menschen möchten ihr Vermögen langsam und kontinuierlich in Form von Sparverträgen aufbauen und nutzen die jeweils gewählte Sparform auch kontinuierlich über viele Jahre und sogar Jahrzehnte hinweg. Vom Grundsatz her kann aber natürlich fast jede Form der Geldanlage zum Vermögensaufbau genutzt werden, so zum Beispiel Spareinlagen, Festgelder, Anleihen inkl. Bundeswertpapiere, die unterschiedlichen Arten von Fonds, Aktien, Bausparer, private Renten- oder Kapitallebensversicherungen oder auch Immobilienbesitz. Wer es sich zum Ziel gesetzt hat, sein Vermögen auf möglichst schnelle Art und Weise zu vermehren beziehungsweise aufzubauen, dem stehen auch spekulativere Wege wie Derivate (Optionen, Futures), Devisenhandel oder der Handel mit Rohstoffen zur Verfügung. Im klassischen Sinne spricht man bei dieser Vorgehensweise aber eher von Spekulation als von Vermögensaufbau.


Allein oder mit professioneller Hilfe?

Ein weiterer Aspekt des Vermögensaufbaus liegt in der Frage begründet, ob der Sparer auf eigene Faust agiert oder fremde Hilfe in Form einer Vermögensverwaltung und Vermögensberatung in Anspruch nimmt. Ein entscheidender Faktor ist hierbei sicherlich, ob bereits Kapital vorhanden ist, das verwaltet und vermehrt werden kann, oder ob quasi bei “Null” angefangen wird, es also zu einer langsamen Mehrung des Vermögen kommt. Im letzteren Fall kann der Vermögensaufbau im Grunde stets selbst in die Hand genommen werden. Die einfachste Variante sind dabei Sparverträge, die monatlich automatisch mit festen Beträgen bedient werden. Eine professionelle Vermögensverwaltung ist in der Regel ab einem bestimmten Anlagevolumen von Vorteil, besonders dann, wenn auch auf komplexere und gewinnbringendere Anlageformen genutzt werden sollen. Der Nachteil einer Vermögensberatung und -verwaltung besteht auf der anderen Seite natürlich in den Gebühren, die der Kunde für die Betreuung zahlen muss. Aber auch wer den Vermögensaufbau in die eigene Hand nehmen möchte, sollte dennoch nicht aufs Geratewohl investieren, sondern sich genauestens über die zahlreichen vorhandenen Alternativen informieren.